Ermland – Masuren – Masowien.

Studienreise, 3.-13. September 2007

Die im Titel dieses Projektes festgehaltene Grenze verlief einst zwischen Polen und Preußen, ethnographisch zwischen dem Norden Masowiens und Masuren. Sie verschwand nach dem II. Weltkrieg. An anderer Stelle entstand eine neue Grenze zwischen der UdSSR (jetzt Russische Föderation) und der Volksrepublik Polen (jetzt Republik Polen) sowie regional zwischen dem Kaliningrader Gebiet und der Woiwodschaft Ermland und Masuren. Sowohl der polnische wie auch der russische Teil wurden von den ehemaligen deutschen Bewohnern verlassen, oftmals unter Zwang. An ihrer Stelle kamen Siedler aus Zentral – und Ostpolen (auch Zwangsumsiedler), deportierte Ukrainer und Bürger verschiedener sowjetischer Republiken.

Prozesse solch gewaltsamer kultureller, gesellschaftlicher und politischer Umbrüche sind bis heute in ihren Auswirkungen, Details und Mustern noch nicht vollständig untersucht worden. Historiker, Soziologen, Anthropologen und Kulturwissenschaftler suchen weiterhin nach Wegen, um diese für ganz Mittel- und Osteuropa so charakteristischen und gleichzeitig besonders komplizierten historischen Prozesse zu verstehen.

Ein Projekt der Stiftung Borussia Olsztyn/Kulturgemeinschaft Borussia Leipzig

(MK)